
2025-09-17
Der Radar: Abraham-Abkommen – Ermächtigung für das jüdische Gebilde oder Fluch, der seinen Untergang ankündigt?!
Wer sich einbildet, der Kolonialismus sei nur eine vergangene historische Epoche, der irrt. Der Kolonialismus, der definiert ist als (die Verhängung politischer, militärischer, kultureller und wirtschaftlicher Kontrolle über die besiegten Völker zu ihrer Ausbeutung), ist in dieser Definition die Art und Weise, wie das kapitalistische Prinzip in die Welt getragen wird. Daher bleibt er bestehen, solange dieses Prinzip die Welt und die internationalen Beziehungen beherrscht. Der ungläubige, koloniale Westen ist es, der den Nahen Osten nach dem Fall des Kalifats geformt hat und ihn weiterhin in seinem Griff hat und ihn so umgestaltet, dass seine Interessen gewährleistet sind.
Im Jahr 1907 berief der britische Premierminister Campbell-Bannerman in London eine geheime Konferenz ein, an der die großen Kolonialmächte (Großbritannien, Frankreich, Belgien, Spanien, Italien) teilnahmen. Diese Konferenz führte zu dem sogenannten Campbell-Dokument, dessen wichtigster Inhalt war:
– Die Errichtung einer seltsamen menschlichen Barriere in Palästina, um die Araber in Afrika von Asien zu trennen.
– Die Errichtung eines Judenstaates in Palästina, ein strategischer Verbündeter der Kolonialmächte.
Dann kam die Vorbereitung der Bühne für die Errichtung eines jüdischen Gebildes: das Sykes-Picot-Abkommen von 1916, in dem der ungläubige Kolonisator seinen Hass auf die Muslime ausließ, indem er ihr Land in funktionale Nationalstaaten aufteilte, die ihre Zerrissenheit verewigen, den Islam bekämpfen und die Interessen des ungläubigen Kolonisators verwirklichen, um die Errichtung dieses entstellten Gebildes zu erleichtern, zu fördern und zu sichern. Dann kam die Balfour-Erklärung, als der britische Außenminister Balfour am 2.11.1917 einen Brief an Lord Rothschild schickte, einen der Führer der zionistischen Bewegung, in dem es hieß: (Die Regierung Ihrer Majestät betrachtet die Errichtung einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina mit Wohlwollen). Obwohl Großbritannien dieses Gebilde im Herzen des muslimischen Landes pflanzte, befürchtete es immer noch, dass es keinen Erfolg haben würde, wenn es den Charakter eines jüdischen Staates annahm, da dies für die Muslime, von denen man befürchtete, dass sie dieses Gebilde ablehnen würden, sehr heikel wäre.
Amerika war jedoch der Ansicht, dass ein jüdischer Staat in Palästina geschaffen werden sollte, um ihn als Werkzeug zur Kolonisierung der Region zu nutzen. Daher beschloss die UN-Vollversammlung unter dem Einfluss Amerikas, einen jüdischen Staat in Palästina zu errichten, und zwar mit der Resolution 181 der Vereinten Nationen vom 29.11.1947, die die Teilung Palästinas in zwei Staaten vorsah. Um die Palästina-Frage zugunsten der Juden zu bereinigen, gründeten die Kolonialherren die Palästinensische Befreiungsorganisation. Die Organisation und die Gebilde von Sykes-Picot machten Zugeständnis um Zugeständnis, bis zum arabischen Gipfel in Beirut im Jahr 2002, auf dem die arabischen Staaten den Plan "Land für Frieden" akzeptierten, d. h. weniger als 20 % der Fläche Palästinas zu nehmen, um darauf eine Scheinregierung unter dem Banner eines palästinensischen Staates zu errichten, im Gegenzug für die Normalisierung mit dem Besatzungsgebilde. Dies war die sogenannte arabische Initiative, doch das jüdische Gebilde akzeptierte dies nicht, denn wer 80 % seines Landes aufgibt, kann auch die restlichen 20 % aufgeben!
Als Trump in Amerika an die Macht kam, brachte er am Ende seiner ersten Amtszeit die sogenannten Abraham-Normalisierungsabkommen auf den Tisch, die die drei Religionen vereinen: Islam, Christentum und Judentum.
Der Begriff Normalisierung in der Politik, der die Aufnahme normaler Beziehungen bedeutet, wurde erstmals im Text des Verratsabkommens von Camp David im Jahr 1979 erwähnt, in dem es hieß: (Die beiden Parteien werden untereinander normale Beziehungen unterhalten, wie sie zwischen Staaten in Friedenszeiten bestehen).
Die Ziele der Abraham-Abkommen sind:
– Gegenseitige Anerkennung.
– Normalisierung der diplomatischen und wirtschaftlichen Beziehungen.
– Förderung der militärischen und sicherheitspolitischen Zusammenarbeit.
– Gemeinsame Investitionen in den Bereichen Technologie, Energie, Bildung und Tourismus.
Unsere Agentenherrscher beeilten sich, diese Abkommen zu unterzeichnen. Die Vereinigten Arabischen Emirate unterzeichneten am 13.08.2020, dann Bahrain am 11.09.2020, dann wurde der Beitritt des Sudan in einem Videoanruf von Trump unter Beteiligung von Netanjahu, Burhan und Abdullah Hamdok am 23.10.2020 bekannt gegeben, und Marokko schloss sich diesem Verratsabkommen im Dezember 2020 an.
Als Trump in seiner zweiten Amtszeit in Amerika an die Macht kam, kam er, um die Palästina-Frage vollständig zu bereinigen und weitere Länder in die verräterischen Abraham-Abkommen einzubeziehen. In einem Interview mit CNBC sagte Trumps Sondergesandter Steve Witkoff: (Die Ausweitung der Abraham-Abkommen hat für Trump oberste Priorität), und wies auf den Beitritt von Ländern hin, an die niemand gedacht hätte. In Aussagen, die von Fox News am 27.07.2025 zitiert wurden, sagte Witkoff: (Die Abraham-Friedensabkommen werden in den kommenden Monaten deutlich ausgeweitet, und es wäre keine Überraschung, wenn bis zum Jahresende etwa 10 weitere Länder beitreten würden).
Am 14. Mai 2025 forderte Trump während eines Treffens mit dem syrischen Präsidenten Ahmed al-Schara und in Anwesenheit von Mohammed bin Salman und Erdoğan per Videokonferenz al-Schara auf, den Abraham-Abkommen beizutreten, woraufhin al-Schara seine Bereitschaft zum Ausdruck brachte, nach der Regelung seiner inneren Angelegenheiten in den Sumpf des Verrats einzutauchen!
Am Montag, dem 11.08.2025, reiste Burhan nach einem Telefongespräch nach Zürich in die Schweiz, wo er sich mit Massad Boulos, Trumps Berater, traf. Eine seiner Anweisungen an Burhan war die Unterzeichnung der Abraham-Abkommen mit dem jüdischen Gebilde, obwohl der Sudan diese Abkommen bereits am 06. Januar 2021 in der US-Botschaft in Khartum unterzeichnet hatte, wobei der US-Finanzminister Steven Mnuchin und der sudanesische Justizminister Nasr al-Din Abdel Bari für Amerika bzw. den Sudan unterzeichneten.
Das uneheliche jüdische Gebilde ist der verwöhnte Sohn des Kolonialismus, und die funktionalen Nationalstaaten, die 1916 durch Sykes-Picot im muslimischen Land gegründet wurden, unterstützen den Kolonialismus. Ihnen wurde zuvor die Aufgabe übertragen, die Errichtung des jüdischen Gebildes zu erleichtern und es dann zu fördern und zu bewahren. Jetzt wollen die USA durch die Abraham-Abkommen das jüdische Gebilde zum Vormund über diese Staaten machen, sich das restliche Vermögen unter den Nagel reißen und als trojanisches Pferd dienen, um die Verschwörungen Amerikas und des ungläubigen Westens in unserem Land zu erleichtern, die Teilung des Geteilten und die Zerstückelung des Zerstückelten, die Bekämpfung des Islams, die Plünderung der Reichtümer und die Verhinderung des Aufstiegs unserer Nation. Das ist die List des ungläubigen Kolonisators, und Allah ist der beste Listenschmied.
Der ungläubige Westen tritt in seinem langen Kampf gegen die Muslime nun durch sein uneheliches Gebilde und mit direkter Unterstützung des Oberhaupts des Unglaubens, Amerika, selbst den Muslimen entgegen. Zweifellos bedeutet dies das nahe Ende unseres Kampfes mit ihm, der seinen Kampf mit uns durch Stellvertreter führte. Nun aber tritt er selbst auf den Plan. Dies entspricht der Lesart der Hizb ut-Tahrir, die im Booklet „Ausgangspunkt“ auf Seite 33 über den Kolonialismus sagt: [Der (Kolonialismus) wird die Partei nur im Falle seiner Verzweiflung ins Visier nehmen, d. h. wenn sie in den letzten Schützengräben kämpft, die sie besitzt, und die letzte Waffe trägt, die sie hat]. Dies ist zweifellos ein Zeichen dafür, dass der Kampf mit dem Kolonialismus zu Ende geht. Solange es aufrichtige, bewusste Muslime gibt, die sich wahrhaftig auf Allah verlassen und Hilfe und Unterstützung von Ihm, dem Allmächtigen, suchen und das Schlachtfeld nicht verlassen, die die Schritte und den Weg zum Aufstieg der Nation nähren, die die Ursachen mit ihren Wirkungen verbinden und an das Verborgene glauben, sind wir davon überzeugt, dass der Sieg Allahs nahe ist und sich dieser Nation, so Allah will, offenbaren wird. Dann werden sich die Abraham-Abkommen in einen Fluch für die Juden verwandeln, ja sogar für den Einfluss des Kolonialismus in unserem Land und auf der ganzen Welt, so dass die Erde im Lichte ihres Herrn im Schatten des rechtgeleiteten Kalifats nach dem Vorbild des Prophetentums erstrahlen wird.
Geschrieben von Rechtsanwalt / Hatem Jaafar (Abu Awab)
Quelle: Der Radar
